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Stundensatz berechnen – der Excel-Rechner für Schweizer Betriebe

Was muss ich pro Stunde verlangen, damit am Ende auch etwas übrig bleibt? Diese Excel-Vorlage rechnet es Ihnen aus – inklusive Lebensbedarf, Sozialversicherungen, Betriebskosten, Break-Even und Was-wäre-wenn-Analyse. Kostenlos, ohne Registrierung.

Rechner gratis herunterladen (Excel)

.xlsx · 27 KB · Excel, LibreOffice und Google Sheets · Keine E-Mail nötig

Das Problem mit dem Bauchgefühl

Die meisten Betriebe legen ihren Preis nach Gefühl fest oder schauen, was die Konkurrenz verlangt. Dabei geht fast immer etwas vergessen: die Zeit, die man nicht verrechnen kann, die eigene Altersvorsorge, die Versicherung, die Buchhaltung.

Am Jahresende bleibt dann weniger übrig als gedacht – oder gar nichts. Wer seinen Stundensatz sauber kalkuliert, weiss dagegen genau, wo seine Schmerzgrenze liegt und ab welchem Preis sich Arbeit wirklich lohnt.

Was der Rechner für Sie ausrechnet

Blatt 1

Ihr Bedarf

Was brauchen Sie privat zum Leben – Wohnen, Krankenkasse, Mobilität, Altersvorsorge? Daraus wird der Bruttolohn errechnet, den Ihr Betrieb für Sie erwirtschaften muss, inklusive Steuern und Sozialversicherungen. Wer sich bereits einen festen Lohn auszahlt, trägt diesen direkt ein.

Blatt 2

Betriebskosten

Eine vollständige Checkliste aller Kosten, die auch ohne einen einzigen Auftrag weiterlaufen: Miete, Fahrzeuge, Maschinen, Versicherungen, Software, Treuhand, Werbung, Verbandsbeiträge, Bankgebühren – plus Sicherheitsreserve.

Blatt 3

Ihr Stundensatz

Das Ergebnis: Ihre Schmerzgrenze pro Stunde, der empfohlene Stundensatz mit Wunschgewinn und die Aufschlüsselung in Lohnkosten, Material und Betriebskosten. Bis zu drei Leistungsbereiche getrennt – zum Beispiel Ausführung und Beratung.

Blatt 4

Was wäre wenn

Eine Matrix mit Gewinn und Verlust pro Jahr: Was passiert, wenn Sie den Preis um 10 Prozent erhöhen? Was, wenn 20 Prozent der Aufträge wegfallen? Grün heisst Gewinn, rot heisst Verlust – auf einen Blick sichtbar.

Die zwei häufigsten Kalkulationsfehler

1. Alle bezahlten Stunden als verrechenbar rechnen

Offerten schreiben, Fahrten, Materialbeschaffung, Rechnungen stellen, Ferien und Krankheit – das alles zahlt Ihnen niemand. Realistisch landen nur 60 bis 85 Prozent Ihrer bezahlten Zeit auf einer Rechnung. Wer mit 100 Prozent kalkuliert, liegt beim Stundensatz automatisch zu tief.

2. Sich selbst vergessen

Ihre Arbeitszeit, Ihre Altersvorsorge und Ihre Steuern sind Kosten des Betriebs – nicht ein Rest, der zufällig übrig bleibt. Als Selbstständige tragen Sie AHV, IV und EO allein, dazu kommt die freiwillige Vorsorge. Wer diese Positionen nicht einrechnet, arbeitet auf Kosten der eigenen Zukunft.

Ein Tool von Accounty

Zahlen laufend im Griff statt einmal im Jahr

Der Rechner zeigt Ihnen, wo Sie stehen sollten. Accounty zeigt Ihnen laufend, wo Sie tatsächlich stehen: Buchhaltung, QR-Rechnungen, Lohn für unlimitierte Mitarbeitende, MWST, Kostenstellen und ein geführter Jahresabschluss – alle Module für CHF 39 pro Monat.

Monatlich kündbar · Keine Kreditkarte nötig · EU-Cloud (Deutschland)

So gehen Sie vor

  1. 1

    Herunterladen und öffnen. Die Datei ist mit den Zahlen eines Musterbetriebs gefüllt, damit Sie sofort sehen, wie alles zusammenhängt.

  2. 2

    Gelbe Felder überschreiben. Gelb heisst Eingabe, grün heisst Ergebnis, weiss rechnet sich automatisch. Alle Beträge ohne MWST.

  3. 3

    Ergebnis prüfen. Blatt 3 sagt Ihnen, ob Ihr heutiger Preis über oder unter der Schmerzgrenze liegt – im Klartext, nicht nur als Zahl.

  4. 4

    Szenarien durchspielen. Auf Blatt 4 sehen Sie, wie empfindlich Ihr Gewinn auf Preis- und Auslastungsänderungen reagiert.

Häufige Fragen zum Stundensatz

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Selbstständiger? +

Rechnen Sie in vier Schritten: privaten Lebensbedarf auf den nötigen Bruttolohn hochrechnen (inkl. Steuern und Sozialversicherungen), alle Betriebskosten erfassen, realistisch schätzen wie viele Stunden Sie verrechnen können, dann Kosten durch verrechenbare Stunden teilen und Wunschgewinn aufschlagen.

Wie viele Stunden kann ich realistisch verrechnen? +

In der Praxis 60 bis 85 Prozent der bezahlten Arbeitszeit. Offerten, Fahrten, Materialbeschaffung, Rechnungsstellung und Leerlauf zahlt Ihnen niemand. Wer mit 100 Prozent rechnet, kalkuliert systematisch zu tief.

Gehört mein eigener Lohn in die Kalkulation? +

Ja. Ihr Lohn ist eine Kostenposition des Betriebs, kein Rest der übrig bleibt. Ebenso Ihre Altersvorsorge, AHV, IV, EO und Ihre Einkommenssteuern. Wer sich selbst nicht einrechnet, verkauft Stunden unter Wert.

Was ist der Break-Even beim Stundensatz? +

Die Anzahl verkaufter Stunden, ab der Ihre Betriebskosten gedeckt sind. Jede weitere Stunde bringt Gewinn. Der Rechner zeigt diesen Punkt pro Leistungsbereich und dazu Ihre Reserve – wie viel Auftragsvolumen wegfallen dürfte, bevor Sie in die Verlustzone geraten.

Ist der Rechner wirklich kostenlos? +

Ja, der Download ist kostenlos und ohne Registrierung. Sie brauchen keine E-Mail-Adresse anzugeben. Die Datei funktioniert mit Microsoft Excel, LibreOffice Calc und Google Sheets.

Rechne ich mit oder ohne Mehrwertsteuer? +

Immer ohne MWST. Die Mehrwertsteuer ist kein Ertrag – Sie ziehen sie beim Kunden ein und leiten sie an die ESTV weiter. Unser MWST-Schnelltest zeigt Ihnen, ob und wie Sie abrechnen müssen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Rechner gibt eine erste Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Er trifft vereinfachende Annahmen und berücksichtigt Ihre persönliche Steuersituation, Ihre Rechtsform und branchenübliche Besonderheiten nicht. Prüfen Sie das Ergebnis mit Ihrer Treuhänderin oder Ihrem Treuhänder, bevor Sie Preise ändern oder Offerten darauf aufbauen. Und: Ob Ihre Kunden den empfohlenen Preis auch zahlen, sagt Ihnen nur der Markt.

Unsicher bei Ihrer Kalkulation?

Wir sind ein Treuhandbüro aus Kloten und rechnen solche Fälle täglich durch. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir Ihre Zahlen gemeinsam an – unverbindlich.